26.Mai 2017

Ackerbautagung: Getreidemärkte können sich 2017/18 wieder befestigen

Große weltweite Getreideernten und -bestände sowie sehr gute Sojaernten werden...

Große weltweite Getreideernten und -bestände sowie sehr gute Sojaernten werden Preisdruck in den Sommermonaten erzeugen. Diese Prognosen vertraten Frank Deckert von Ceravis und Thorsten Tiedemann von der Getreide AG beim Ackerbautag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in Berlin. Dennoch beständen für Getreide im Verlauf des Wirtschaftsjahres Chancen auf Befestigungstendenzen wegen des absehbaren Bestandsabbaus; beim Raps werde ein schwacher Eurokurs in Verbindung mit dem erheblichen Importanteil an der Verarbeitung in Deutschland und Europa höhere Rapspreise erfordern, um Einfuhren zu ermöglichen.

Schwarzmeerregion wird Weizenmarkt früh dominieren

Man kann erwarten, dass direkt nach der Ernte die Schwarzmeerregion, das Baltikum und Polen ihr Getreide wieder aggressiv offerieren werden und damit zusammen mit den Rekordbeständen preisdrückend wirken, betonte Deckert. Anschließend dürften sich jedoch die kleineren kommenden Ernten von Australien und den USA in Verbindung mit den großen Leerverkäufen und Shorts der Fonds auswirken; damit eröffneten sich Befestigungschancen für Europa und Deutschland, sobald deren Export beginne. Beim Weizen werde Frankreich allerdings seine traditionellen Märkte wieder bedienen und damit Deutschlands Ausfuhren 2017/18 auf 8,4 Mio. t (Vorjahr 9,1 Mio. t) begrenzen.

Bessere Aussichten für Gerstenexporte aus der EU

Bei der Gerste soll dies aber nicht der Fall sein. Relativ dürften die Erzeugung und Bestände der Gerste 2017/18 weltweit deutlich stärker abnehmen als jene von Weizen und Mais. Die EU soll daher bei wenig verringerter Gerstenproduktion ihre Exporte von 5,5 Mio. t auf 8,1 Mio. t steigern können, erwartete Deckert. Die deutschen Gerstenausfuhren dürften sich von 2,3 Mio. t auf 2,5 Mio. t erhöhen. Der Preisabstand zwischen Gerste und Weizen könne im Verlauf des Wirtschaftsjahres schrumpfen - es sei daher zu überdenken, den Weizen vor der Gerste zu verkaufen. 
 agt Dow Jones

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